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Creme21 youngtimer rallye

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Rallye: Die Idee
Es war einmal… eine Zeit in der alles bunt war. Die Werbung, die Tapeten und natürlich die Autos. Eine Zeit, in der Optik im Vordergrund s...

Die Idee

Es war einmal…

eine Zeit in der alles bunt war. Die Werbung, die Tapeten und natürlich die Autos. Eine Zeit, in der Optik im Vordergrund stand, Moden rasch wechselten und ein Auto durchschnittlich 8 Jahre alt wurde. Ein 20 Jahre altes Fahrzeug im Straßenbild war rar und von hoher Auffälligkeit. Eine Zeit, in der Oldtimerfans meistens als skurrile Freaks wahrgenommen wurden, die Freude an alter Technik hatten. Oldtimerrallyes waren selten und erreichten medial meist nur den Lokalteil der zuständigen Dorfzeitung. Das waren die 70er.

Zwei Dekaden später war die Welt nicht mehr bunt, sondern vorherrschend silbergrau. Eine Zeit, in der die Technik in den Vordergrund trat, Unfallsicherheit und Umweltfreundlichkeit zu bedeutenden Faktoren wurden und ein Auto durchschnittlich 12 Jahre alt wurde. Ein 20 Jahre altes Fahrzeug im Straßenbild war immer noch recht selten aber kaum noch auffällig. Die Oldtimerfans waren inzwischen organisiert, es gab Märkte, Messen, Fachpublikationen und in jedem Landkreis mindestens ein Oldtimertreffen. Wiederauflagen historischer Motorsportveranstaltungen als Oldtimerrallye begeisterten Teilnehmer wie Zuschauer in Scharen. Die Einführung spezieller Kennzeichen für historische Fahrzeuge sorgte erstmals für eine allgemeine Definition eines Oldtimers, wobei jetzt 30 Jahre die Altersgrenze markierten. Eine ganze Dekade Fahrzeuggeschichte wurde damit in die Warteschleife zum Oldtimer geschickt. Das waren die 90er.

In der Folge setzte sich sehr schnell der Begriff Youngtimer für unter 30-jährige Fahrzeuge mit Liebhaberstatus durch. Es war an der Zeit, das das Bunte zurückkehrte. Als erlebbare Nostalgie in zeittypischen Kulissen. Kurz nach der Jahrtausendwende entstand so bei einigen Oldenburger Youngtimerfans die Idee zur ersten überregionalen touristischen Rallye für Youngtimer. In Ermangelung eines historischen Vorbilds wurde die seinerzeit nicht mehr in Deutschland erhältliche, in den 70ern jedoch sehr populäre Hautcreme „Creme21“ als charakteristisch oranges 70er Jahre Produkt zum Namensgeber der Rallye gewählt. Passend zum orangefarbenen Freizeitmotiv sollte der inhaltliche Schwerpunkt der Rallye auch nicht zu sportlich (und mitunter verbissen) ausgestaltet werden, sondern der Spaß am Spiel und kommunikatives Miteinander im Vordergrund stehen.

Bei der ersten Auflage 2002 machten sich 41 Teams auf den Weg, um in 4 Tagen 1.000 Kilometer deutsche Nebenstraßen, garniert mit Industriekultur und Technikgeschichte, unter die Räder zu nehmen. In Mantas, 924er Porsches und W 116er S-Klassen. Im Laufe der Jahre stieg nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern durch nachrückende Jahrgänge auch die Bandbreite der Fahrzeuge. Die „Plastikgrenze“ (in Bezug auf das Material der Stoßfänger) wurde schon bald überschritten, inzwischen sind auch die (noch) wenig nostalgisch anmutenden Fahrzeuge der frühen 90er Jahre am Start, wobei die älteren Typen ab 1970 bei der (von ihren Fans nur „Creme“ genannten) Rallye Bestandsschutz genießen. Es soll ja bunt bleiben.

Am Grundkonzept der Veranstaltung hat sich in den Jahren wenig geändert. In jedem Jahr werden unterschiedliche Regionen durchfahren, wobei das Programm bis kurz vor dem Start geheim bleibt. Die Strecke führt an 3 langen und einem kurzen Fahrtag in 7 Etappen stets bevorzugt über verkehrsarme und kurvenreiche Nebenstraßen, mindestens ein Auto-/Technikmuseum gehört zum Programm, das durchaus auch ein paar Runden auf einer Versuchs- oder Rennstrecke beinhalten kann. Bei den „Wertungsprüfungen“ am Wegesrand ist neben sportlichen Talenten und Kenntnissen der Historie der 70er/80er Jahre auch gern der Sinn für Humor gefordert. Die Mischung kommt an: aus der ehemaligen Alternativveranstaltung wurde eine der größten deutschen Oldtimerrallyes, bei der jüngsten Auflage gehen 210 Teams an den Start. …

Heute, zwei Dekaden später ist die Welt digital. Eine Zeit, in der bei der Fahrzeugtechnik das Fahren an sich in den Hintergrund zu treten scheint, Informationstechnologie vorherrschend ist, alternative Antriebskonzepte erstmalig ernsthaft erprobt werden und ein Auto durchschnittlich 17 Jahre alt wird. Ein 20 Jahre altes Fahrzeug im Straßenbild ist nichts Besonderes mehr. Die Old- und Youngtimerfans sind so zahlreich und vielfältig wie nie zuvor. Rundherum hat sich eine perfekte Infrastruktur gebildet. Die Mantas, 924er Porsches und W 116er S-Klassen von damals tragen heute längst ein H-Kennzeichen und sind damit eigentlich Oldtimer. Doch gefühlt werden sie für ihre Fans immer Youngtimer bleiben.




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